
Leider gibt es in Rumänien, Ungarn und der Slowakei (in diesen drei Ländern habe ich die schlechten Bedingungen, unter denen Vierbeiner z. T. leben müssen, schon mit eigenen Augen gesehen) immer noch sehr viele Straßenhunde, weil die Menschen dort ihre eigenen Hunde nur selten kastrieren lassen. Somit landen viele der armen Tiere auf der Straße und haben alles andere als ein schönes Leben. In ständiger Angst vor den städtischen Hundefängern sind sie immer "auf dem Sprung" - können sich nirgendwo niederlassen. Denn werden sie gefangen, wartet ein grausamer Tod auf sie: in Tötungsstationen bringt man sie unter absolut unwürdigen Bedingungen um oder sie sterben an Hunger und Durst. Es gibt lediglich einfache Tierheime bzw. "Auffangstationen", in denen die Hunde unterkommen können. Doch auch dort sind die Bedingungen alles andere als gut und absolut nicht mit deutschen Tierheimstandards vergleichbar.
Vor über drei Jahren habe ich meinen ersten Hund von einer in Rumänien tätigen Tierschutzorganisation adoptiert. Der zweite folgte ein Jahr später - ebenfalls ein in Rumänien gerettetes Tier. Von Anfang an war ich von der besonderen Dankbarkeit und dem tollen Charakter der ehemaligen Straßenhunde begeistert. Vor der Arbeit der Tierschutzorganisation hatte und habe ich großen Respekt. Mittlerweile lebe ich mit drei "Tierschutz-Hunden" zusammen - alles liebe Rumänen. Da mein Mann und ich inzwischen auf einem Bauernhof im Kreis Garmisch mit viel Platz wohnen, haben wir uns vor mehr als zwei Jahren entschlossen, uns ebenfalls intensiv um hilfsbedürftige (Straßen-)hunde zu kümmern. (Inzwischen hatte ich auch schon ein paar Hunde aus Deutschland, die dringend Hilfe brauchten, in meiner Obhut.
Zum Glück ist dies bei Weitem nicht so häufig der Fall wie bei ausländischen Hunden. Um diesen zu helfen, fahren wir - das sind einige liebe Bekannte und ich - nach Ungarn oder in die Slowakei, um wenigstens einige Tiere aus den sogenannten Auffangstationen bzw. auf der Straße lebende Hunde vor Ort medizinisch versorgen, impfen und natürlich kastrieren zu lassen. Denn nur auf diese Weise kann verhindert werden, dass immer mehr Hunde in dieses Elend hineingeboren werden. Natürlich haben wir auch schon des Öfteren versucht, die Leute vor Ort aufzuklären und dazu zu bewegen, die eigenen Hunde kastrieren zu lassen, damit von vornherein erst gar nicht mehr so viele Hunde auf der Straße landen. Doch leider trägt diese Arbeit bislang nur sehr spärliche Früchte.
Insofern versuchen wir auch, zumindest einigen der vielen armen Hunde eine bessere Zukunft zu schenken. Wir nehmen auf jeder Rückfahrt ein paar Hunde mit zu uns nach Hause, um von dort aus gute Plätze für die lieben Tiere in Deutschland zu finden.
  
Zwei Pflegehunde bei uns Zuhause
Bei der Betreuung der Hunde werden wir tatkräftig von einer befreundeten Hundetrainerin unterstützt. Auch sie war schon vor Ort mit dabei, um mitzuhelfen.
Unsere aktuelle Arbeit dreht sich vor allem um die Unterstützung eines ungarischen und eines slowakischen Tierheims. Das ungarische gehört zu der am Rande von Budapest liegenden Gemeinde Budaörs. Das Tierheim grenzt wiederum direkt an die Gemeinde Törökbalint, die leider immer noch ein Tötungsheim betreibt. Die Grenze von beiden Orten läuft genau durch das Grundstück - insofern gehört das Tierheim zu Budaörs und die angrenzende Tötungsstation zu Törökbalint.
Ursprünglich hatte Budaörs auch eine Tötungsstation, doch im Jahre 2008 konnte Gott sei Dank erreicht werden, dass diese geschlossen wurde. Das Tierheim versucht daher auch, alle Tiere die in die Tötungsstation von Törökbalint kommen, zu retten und im Tierheim unterzubringen. Das Tierheim platzt jedoch selbst aus allen Nähten. Insofern werden bis heute leider immer noch Tiere in der Tötungsstation umgebracht. Und die Gemeinde Törökbalint ist auch nicht bereit, die Tötungsstation aufzugeben und in ein Tierheim umzuwandeln. Lieber bezahlt man einen Hundefänger ...
Insofern ist das von Einheimischen geleitete Tierheim von Budaörs für Straßenhunde die einzige Chance, einem grausamen Tod in der direkt angrenzenden Tötungsstation zu entkommen. Denn von den umliegenden Gemeinden werden, wie gesagt, leider Hundefänger beauftragt, alle streunenden Hunde einzufangen und in die Tötungslager zu bringen. Dort werden sie nach einer Frist von knapp zwei Wochen getötet, wenn sich niemand für die Tiere findet. Und auch dem Tierheim drohen von Seiten der Behörden immer wieder Einschläferungen, denn nur eine bestimmte Anzahl von Tieren ist erlaubt. Um dies zu verhindern, fahren wir - und zum Glück auch noch ein paar andere sehr engagierte Tierschutzorganisationen - nun regelmäßig nach Budaörs, um Hunde von dort zu vermitteln, damit das Tierheim gar nicht erst zu voll wird und keine Tiere getötet werden müssen.
  
Hunde im Tierheim von Budaörs (Sie leben das ganze Jahr über in diesen Zwingern.)
Geleitet wird das Tierheim von einer älteren, ungarischen, sehr engagierten, fließend deutsch sprechenden Dame, die sich wahnsinnig liebevoll um die Betreuung und Vermittlung der armen Hunde kümmert. Die Bedingungen dort sind zwar keineswegs ideal und absolut nicht mit deutschen Tierheimen zu vergleichen, aber die Hunde werden dort zumindest gut versorgt und die Dame tut alles dafür, um die Situation und die Bedingungen zu verbessern. Und auch dabei wollen wir ihr natürlich helfen. Insofern fahren wir regelmäßig dorthin, um das Tierheim bei der medizinischen Versorgung der Hunde zu unterstützen, für genügend Futter und Decken zu sorgen sowie einfach tatkräftig mitanzupacken. Und einige Hunde adoptieren wir auch immer von dort, um gute Plätze für sie in Deutschland bzw. Österreich zu finden. Auf diese Weise hat das Tierheim wieder Platz, um die nächsten Straßenhunde aufnehmen zu können und so vor dem sicheren Tod in den Tötungsstationen der Umgebung zu bewahren ...
Das slowakische Tierheim liegt in Bratislava. Es wird ebenfalls von einer sehr engagierten, fließend deutsch sprechenden Dame geleitet. Leider ist es ständig gnadenlos überfüllt. Dass an einem Wochenende 50 Hunde dort eintreffen bzw. abgeliefert werden, ist keine Seltenheit. Das Tierheim bemüht sich, so vielen Hunden wie möglich ein vorübergehendes Zuhause zu geben, damit ihnen auf der Straße nichts zustößt. Doch die Kapazitäten sind nunmal leider begrenzt. Deshalb versuchen wir, auch dort, so gut es geht, zu helfen. Die meisten Hunde im Tierheim sind, wie die in Ungarn, wirklich ausgesprochen lieb und werden sehr gut von einer Tierärztin versorgt.
Sehen Sie sich doch einfach einmal unter der Rubrik "Zu Vermitteln" um. Wenn Sie auf die Bilder klicken, gelangen Sie zu der jeweiligen Beschreibung.
Vielleicht ist ja auch ein Hund dabei, der Ihr Herz erobert.
Schenken Sie einem unserer Lieblinge ein gutes Zuhause und damit eine gesicherte Zukunft. Sie werden es bestimmt nicht bereuen, denn die lieben Tiere revanchieren sich tausendfach!!
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